Allergien im Frühling - und was man dagegen tun kann

Alle Jahre wieder: pünktlich zum Frühlingsbeginn fängt die Nase an zu laufen, und die Augen tränen und jucken. Viele Heuschnupfengeplagte kennen es nur zu gut, die Bäume beginnen zu treiben, die Gräser zu wachsen und schon ist sie wieder da: die Allergie.

So ein Heuschnupfen kann einem den Sommer ganz schön zur Qual machen. Damit das nicht passiert, gibt es drei Wege, Heuschnupfen oder eine Allergie zu bekämpfen:

• das Vermeiden der Auslösefaktoren der Allergie
• die Behandlung der Symptome mit Medikamenten
• die Durchführung einer Desensibilisierung

Klingt logisch: setzt man sich erst gar nicht den Allergie auslösenden Stoffen aus, kann Heuschnupfen erst gar nicht ausbrechen. Oft ist es jedoch gar nicht so einfach bzw. manchmal sogar unmöglich, alles einzuhalten.
Hier einige Tipps:

• um herauszufinden, wann welche Pollen am stärksten fliegen, am besten einen Pollenflugkalender zu Rate ziehen, einen Pollenflugkalender findet man zum Beispiel auf Pollenstiftung.de, erhält man oft auch in Apotheken. Dann kann man sich mit den Aufenthalten im Freien danach richten;

• den Jahresurlaub in ein fernes Land am besten in eine Zeit legen, in der die Pollenbelastung zu Hause am stärksten ist;

• für lange Spaziergänge in der Natur eignet sich am besten die Zeit nach einem ausgiebigem Regen, da dann die Pollenbelastung in der Luft am geringsten ist;

• die Wohnung nur zu Zeiten geringer Pollenbelastung lüften, dies ist in Städten am Morgen und auf dem Land am Abend;

• vor dem Schlafengehen die Haare waschen, damit die Pollen nicht mit ins Bett wandern;

• Kleidung, die man im Freien getragen hat, nicht im Schlafzimmer lagern;

• für einen erholsamen Schlaf sorgen außerdem Pollenfilter am Fenster.

Mittlerweile gibt es eine ganze Menge gut wirksamer Medikamente gegen Heuschnupfen und Allergien. Als Darreichungsformen sind hier am gebräuchlichsten Tabletten, Nasenspray und Augentropfen. Oft hilft nicht jeder Wirkstoff gleich gut. Am besten, man lässt sich vom Arzt oder Apotheker beraten.

Für eine Desensibilisierung bleibt einem der Gang zum Arzt nicht erspart. Der allergieauslösende Stoff wird dabei dem Patienten über einen längeren Zeitraum in schrittweiser Erhöhung der Dosis verabreicht. Eine Garantie auf eine absolute Heilung der Allergie gibt es bei einer Desensibilisierung nicht, oft werden die Symptome jedoch erheblich gelindert.

Sehr empfehlenswert ist es generell, einen Allergietest beim Arzt durchführen zu lassen und anschließend mit ihm über Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen. Schließlich wollen wir doch alle den Sommer am liebsten ohne laufende Nase und juckende Augen genießen.

Bluthochdruck - die leise Gefahr

Bluthochdruck – die leise Gefahr

Bei Bluthochdruck (Hypertonie) ist der Druck in den Gefäßen erhöht. Damit steigt das Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und andere ernste Gefäßkrankheiten. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts hat gezeigt, dass nahezu die Hälfte der Deutschen an Bluthochdruck erkrankt ist. Aber nur jeder zweite weiß von seiner Erkrankung. Und, es gibt immer mehr junge Patienten.

Bluthochdruck wird medizinisch behandelt, um den erhöhten Druck zu senken und Folgeschäden an den gefährdeten Organen zu verhindern. Das Problem: Anfangs bereitet die Hypertonie kaum Beschwerden. Daher bleibt sie häufig lange Zeit unerkannt und unbehandelt. Unterdessen steigt der Druck aber weiter an.

Normal sind Blutdruckwerte unter 130/90 mmHg. Bei Bluthochdruck werden diese Messwerte überschritten. Tag für Tag ein zu hoher Druck im Kreislauf – das belastet auf Dauer das Herz und schädigt es. Zudem verengen sich die Gefäße und verkalken (Arteriosklerose). Die normalerweise maßvoll verlaufende, natürliche Gefäßalterung setzt bei Bluthochdruck früher ein und kann stärker fortschreiten. So verschlechtert sich auch die Durchblutung.

So ist Bluthochdruck führender Risikofaktor des Schlaganfalls. Neben Rauchen, der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Fettstoffwechselstörungen stellt er eine maßgebliche Ursache von Herzleiden wie Herzinfarkt und Herzschwäche dar. Hat Bluthochdruck einmal zu diesen Krankheitskomplikationen geführt, ist das Risiko für vorzeitige Invalidität und Tod deutlich erhöht.

Auch Nieren- und Augenerkrankungen beruhen oft auf zu hohem Blutdruck. In der Folge kann es zu Nierenversagen und Sehbehinderung (hypertensive Retinopathie), schlimmstenfalls zur Erblindung, kommen.

Zahlreiche wirksame und verträgliche Medikamente können einen zu hohen Blutdruck senken. Universale Arznei ist eine gesunde Lebensweise. Dabei kommt es vor allem auf zwei Punkte an: eine ausgewogene, den Stoffwechsel nicht belastende, möglichst salzarme Ernährung und regelmäßige Bewegung. Wenig Stress, maßvoller Alkoholkonsum und Nichtrauchen tun ein Übriges. Bei Übergewicht sollte man dauerhaft abnehmen. All das hilft, den Blutdruck im „grünen Bereich“ zu halten – eine gute Voraussetzung dafür, dass Herz und Kreislauf fit bleiben.

Weitere Informationen auch unter www.hochdruckliga.de