In der Adventszeit verzehren wir oft viel zu viel Süßes

Bei vielen Menschen lassen sich erhöhte Cholesterinwerte feststellen. Doch Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin. Welche Werte tatsächlich bedenklich sind, und wie Sie schlechten Werten vorbeugen können, das verrät Frau Hansen, Diätassistentin in der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik.

Was ist Cholesterin?

Hansen: Man unterscheidet zwischen den HDL-Partikeln, die umgangssprachlich auch als „gutes“ Cholesterin bezeichnet werden (in pflanzlichen Fetten / Oelen), und den LDL-Partikel auch als „schlechtes“ Cholesterin bekannt (oft in tierischen Fetten), sowie den Triglyceriden. Als Gesamtcholesterin bezeichnet man das HDL und LDL.

Sind erhöhte Cholesterinwerte immer schädlich?

Hansen: Cholesterin ist ein Fett, das der Körper größtenteils selbst produziert und das zusätzlich noch über die Nahrung aufgenommen wird. Als Bestandteil der Zellwände und Baustein vieler Hormone spielt es im menschlichen Organismus eine wichtige Rolle. Die LDL-Partikel sollte man im Normbereich halten. Er gilt als der Wert, der maßgeblich für Gefäßverkalkungen verantwortlich ist. Ein zu hoher Wert ist schädlich für Herz und Gefäße.

Was sind die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte?

Hansen: Zu hohe Cholesterinwerte können durch eine ungesunde Lebensweise entstehen, aber auch erblich bedingt sein. Zu den häufigsten selbst verschuldeten Ursachen gehören Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Übergewicht, fettreiches Essen und übermäßiger Alkoholgenuss.

Welche Symptome sprechen für zu hohe Cholesterinwerte?

Hansen: Von erhöhten Cholesterinwerten spürt der Betroffene lange nichts. Sind die Werte jedoch dauerhaft zu hoch, können Arterienverkalkungen und Ablagerungen in Blutgefäßen auftreten, die das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder die sog. Schaufensterkrankheit (PAVK) erhöhen. Eine Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung.

Mit welchen Maßnahmen lassen sich Cholesterinwerte senken?

Hansen: Ein zu hoher Cholesterinspiegel lässt sich durch fettarme Kost und möglichst viel Bewegung senken. Große Mengen an Zucker, die in Limonaden, Kuchen und Süßigkeiten stecken, sollten reduziert werden. Immer richtig sind Obst und Gemüse, mageres Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte und unbehandelte Pflanzenöle, wie Oliven- oder Rapsöl.

Und wenn das alles nichts bringt?

Hansen: Bringt eine Ernährungsumstellung keine Besserung, kann eine medikamentöse Behandlung erforderlich werden. Welche Therapien im Einzelfall am besten geeignet sind, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.