Der Notfall

Rettungswagen vor der Notfallaufnahme

Die Zentrale Notfallaufnahme (ZNA)

der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik ist eine Anlaufstelle für alle Notfallpatienten. Rund um die Uhr werden hier Patienten interdisziplinär versorgt, egal, ob es sich dabei um akute Erkrankungen, leichte Gesundheitsstörungen oder schwerste Verletzungen handelt. Die Bandbreite geht von der Platzwunde bis hin zum Herzinfarkt.

Als Akutkrankenhaus oder Krankenhaus der so genannten Grundversorgung können hier fast alle Fachbereiche abgedeckt werden. Das so genannte Triage-System ist ein erprobtes Verfahren zur Ersteinschätzung in der Notaufnahme durch eine examinierte Pflegefachkraft, welches auch in Dannenberg angewandt wird. Mithilfe dieses Prioritäten-Systems wird die erste Eingruppierung  der neu eintreffenden Patienten in der Notaufnahme vorgenommen. Dabei betrachtet und befragt die Pflegefachkraft die Patienten und legt je nach Schweregrad der Erkrankungen bzw. Beeinträchtigungen daraufhin fest, wann diese vom Arzt untersucht werden. Menschen mit lebensbedrohlichen Verletzungen, mit starken Schmerzen oder Blutungen usw. müssen selbstverständlich stets bevorzugt behandelt werden.

Diese Sofortmaßnahmen, die bei schwer Verletzten eingeleitet werden, haben allerdings auch Konsequenzen, denn bei allem Bemühen, Patienten möglichst schnell und fachgerecht zu versorgen, sind in der Zentralen Notfallaufnahme  zum Teil auch längere Wartezeiten für leicht Verletzte nicht ausgeschlossen. Dazu kommt, dass  parallel zu den Behandlungen noch viele Untersuchungen wie  Laboranalysen von Blutentnahmen, die Auswertung von Ultraschallbildern, Röntgen- oder CT-Aufnahmen und von EKGs vorgenommen werden müssen. Das alles braucht Zeit, ist aber für eine fachgerechte Versorgung Grundbedingung.
„Erwähnenswert ist, dass in der Notaufnahme der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik bereits die Erstuntersuchung routinemäßig durch einen Facharzt erfolgt, so Dr. Heiko Schmidt, ärztlicher Leiter der Notfallaufnahme. „Das ist schon etwas Besonders.“

Notfallaufnahmen von Krankenhäusern verzeichnen besonders an Wochenenden und Feiertagen Spitzenzeiten, wenn die Hausarztpraxen geschlossen bleiben. Dann sind spürbar mehr Patienten zu versorgen.  „Für diese Zeiten besonders hohen Patientenaufkommens greift in der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik daher ein Backup-System, bei dem Ärzte von den Normalstationen angefordert werden, um zu ermöglichen, dass kritische Patienten innerhalb einer angemessenen Zeit behandelt werden können.“

„Nicht selten kommen auch Patienten in die Notaufnahme, die schon längere Zeit Beschwerden haben, bisher aber den Gang zum Arzt gescheut haben, oder grundsätzlich lieber in unsere Notaufnahme kommen als zum Hausarzt zu gehen. „Das ist etwas unglücklich“ meint Dr. Schmidt, „denn damit werden Wartezeiten für andere Patienten unnötig verlängert.“

Was aber, wenn es zu einem Notfall kommt? Wie verhält man sich richtig? „Krankenhaus und Rettungsdienst arbeiten Hand in Hand,“ so Dr. Schmidt. „ In Notfällen ist der Rettungsdienst unter der kostenlosen Rufnummer 112 erreichbar“ Im Ernstfall sollten z.B. Angehörige nicht zögern und nicht erst Freunde oder Verwandte um Rat bitten, sondern lieber gleich die 112 anrufen.“

Der Rettungsdienst in Lüchow-Dannenberg

Krankenhaus und Rettungsdienst arbeiten schnell und effektiv zusammen. In Notfällen werden Anrufer der 112  sofort mit der Rettungsleitstelle in Lüchow verbunden. Das Personal der Rettungsleitstelle nimmt den Notruf entgegen und alarmiert die benötigten Rettungsmittel in unmittelbarer Nähe des Anrufers.  Wichtig ist es, nach einem Notruf nicht sofort aufzulegen, sondern nötigenfalls weitere Fragen der Leitstelle zu beantworten.

Absetzen eines Notrufes mit den 5 wichtigsten Fragen.

1. Wer meldet das Ereignis?
Nennen Sie bitte Ihren Namen und eine Rückrufnummer für Rückfragen und falls möglich bleiben Sie in Reichweite des Telefons.

2. Wo ist es geschehen?
Ortsangabe: Geben Sie Ort, Straße, Hausnummer, ggfs. Stockwerk an.
Lassen Sie sich nötigenfalls bei der  Ortsbestimmung durch Passanten helfen.
Je genauer die Ortsangabe, desto schneller  können  Einsatzkräfte helfen.

3. Was ist geschehen?
Beschreiben Sie das Ereignis bitte kurz stichwortartig.
z.B. Verkehrsunfall, Feuer, Explosion, bewusstlose Person, Sturz von einer Leiter, usw.

4. Wie viele Verletzte?
Teilen Sie möglichst genau die Anzahl der Verletzten mit und um welche Art der Verletzung es sich handelt. Das ist wichtig, damit evtl. gleich weitere geeignete Einsatzmittel mit entsandt werden können.

5. Warten auf Rückfragen
Bleiben Sie unbedingt so lange am Apparat, bis die Rettungsleitstelle das Gespräch beendet.

Ihre Ansprechpartner

Zwei von vielen Pflegekräften aus dem Team der Notfallaufnahme unter der Leitung von Dr. Heiko Schmidt