Gefäßdiagnostik
Ultraschall
Ultraschall bezeichnet in der Gefäßheilkunde Schallwellen mit einer Frequenz zwischen 2 und 40 MHz, die zur Diagnostik mit einer vom Körper nicht wahrnehmbaren niedrigen Energie abgestrahlt und als Echo wieder empfangen werden (daher die Begriffe Echo-Kardiographie oder Schluck-Echo für Ultraschallverfahren in der Kardiologie). Aus den Echosignalen errechnen Mikroprozessoren Töne, Kurven oder Bilder, die der Arzt auswerten kann.
Farbdopplersonographie
Die Farbdopplersonographie vermag infolge einer räumlichen Anwendung von Dopplermessungen Blutströmungen farbig darzustellen. Es ist viel Elektronik erforderlich und die Geräte sind vergleichsweise groß (und kostspielig). Das Farbsignal ist je nach Fließrichtung und Geschwindigkeit unterschiedlich, z.B. rot für Arterien und blau für Venen, dunkel für langsame und hell für schnelle Strömung (Bild 2). Es kann somit genauer bestimmt werden, inwieweit Blutgefäße erweitert, verengt oder verschlossen sind, und welche Auswirkungen auf die Fließgeschwindigkeit des Blutes bestehen. Bei der gleichzeitigen Dopplermessung von Fließgeschwindigkeiten in den Gefäßen nennt man das Verfahren 'Triplex-Sonographie' (bei modernen Geräten ist auch dies in dreidimensionalen Bildern möglich.
Die venöse Farbdopplersonographie zeigt den Verlauf, die Weite und den Blutfluss der Venen. Krampfadern (Gefäßerweiterung) und Thrombosen (fehlender Blutfluss aufgrund von Blutverklumpungen) sind mit hoher Genauigkeit zu diagnostizieren. Da jede Vene einzeln und in mehreren Ebenen angesehen werden muß, kann die Untersuchung je nach Fragestellung bis zu einer Stunde dauern. Der Lohn der Mühe ist, dass oft auf ergänzende Röntgenuntersuchungen verzichten werden kann