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Donnerstag, 08. März 2012

Palliativmedizin

Oberarzt Dr. Gottesleben; Leiter Palliativstation

Was bedeutet Palliativmedizin?
lat. Pallium = der Mantel = „Ummanteln“ = Linderung von Leiden
oder
„Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben“
(C. Saunders, Begründerin der Hospizbewegung)

Die Palliativmedizin kümmert sich um Menschen mit nicht heilbaren Krankheiten meist im Endstadium. Sie versucht das Leiden des Patienten zu vermindern und nicht das Leben abzukürzen oder künstlich zu verlängern. Hierzu bemühen sich verschiedene Berufsgruppen um die erkrankten Menschen.

Die oft quälenden körperlichen Beschwerden werden im Sinne einer Schmerz- und Symptomkontrolle ebenso behandelt wie spirituelle, psychologische und soziale Probleme. Eine ganzheitliche Betreuung in den oben genannten Bereichen wird angestrebt. Angehörige und Freunde werden in die Behandlung miteinbezogen.

Das Respektieren der Würde des kranken Menschen in seinem letzten Lebensabschnitt ist ein wichtiges Ziel der Palliativmedizin. Menschliche Zuwendung in Zeiten von Angst und Schmerzen soll gegeben und eine bestmögliche Lebensqualität soll erreicht werden. Die Möglichkeiten der Medizin Beschwerden zu behandeln sind groß, auch wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Die Palliativmedizin wirbt für einen neuen Umgang mit dem Leben, dem Sterben und dem Tod. Es wird sich für eine Akzeptanz des Sterbens als Teil des Lebens eingesetzt.

„to cure sometimes, relieve often and comfort always”
Frei übersetzt: (die Palliativmedizin) kann selten heilen, häufig lindern, aber immer begleiten.

Die Behandlung von schwerkranken Menschen im letzten Abschnitt Ihres Lebens.


Das Team der Palliativstation mit Oberarzt Dr. Gottesleben (rechts)

Patientinnen und Patienten unserer Palliativstation werden von speziell in der Palliativmedizin ausgebildeten Ärzten und Schwestern betreut. Nachts wird die Versorgung durch die Dienst habenden Ärzte der Inneren Abteilung sichergestellt. Bezüglich einer Schmerztherapie erfolgt die Betreuung konsiliarisch durch Kollegen der Anästhesieabteilung.

Des Weiteren arbeiten auf der Station Krankengymnastinnen, eine Musiktherapeutin, ehrenamtlich ausgebildete Helfer vom Hospizverein Lüchow-Dannenberg sowie seelsorgerlich ausgebildete Helfer vom Kirchenkreis und eine Diakonin mit. Durch regelmäßige Teamsitzungen und Supervision sowie durch Fortbildungen ist ein hoher Standard der pflegerischen und ärztlichen Betreuung gewährleistet.

Die Palliativabteilung verfügt über modern eingerichtete Patientenzimmer mit direktem Zugang zum Park. Drei Einzelzimmer und ein Doppelzimmer stehen zur Verfügung. Angehörige können bei Bedarf mit in den Zimmern übernachten. Ein gemeinsamer Aufenthaltsraum mit Küchenzeile kann mitbenutzt werden. Alle Zimmer verfügen über spezielle Pflegebetten, Notrufanlage, Telefon, TV, Kühlschrank und eine Musikanlage.

Im Bedarfsfall stehen auch die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten unseres Krankenhauses zur Verfügung.

Wir versuchen die medizinische, pflegerische und soziale Versorgung so durchzuführen, dass Patientinnen und Patienten der Palliativmedizin zügig wieder in ihre häusliche Umgebung entlassen werden können. Natürlich besteht die Möglichkeit, den Aufenthalt in unserem Haus, wenn erforderlich, auch zu verlängern. Die Kosten der Behandlung werden wie bei einem anderen Krankenhausaufenthalt von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Die Capio Elbe-Jeetzel-Klinik ist Mitglied im ONW (Onkologisches Netzwerk Wendland) und arbeitet eng mit der Organisation zusammen. Patientinnen und Patienten werden nach Entlassung vom Hospizverein und ONW weiter betreut.

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