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Dr. med. Naja Abou-Rjeili
Chefarzt Innere Medizin
Gastroenterologie
Tel. 05861 83-2201

Bild gebende Verfahren in der Gastroenterologie

Die Gastroenterologie befasst sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe wie der Leber, der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse. 

Beim NBI (Narrow Bend Imaging) oder auch der Schmalband-Bildgebung handelt es sich um eine Technik zur optischen Konturanhebung von Blutgefäßen und Schleimhautstrukturen. Das Licht wird dabei von Gefäßen absorbiert, von der Schleimhaut aber reflektiert. Auf diese Art und Weise können Tumore besser erkannt werden, auch weil sie stärker vaskularisiert sind als die Umgebungsschleimhaut. Unter Vaskularisation versteht man den Prozess der Neubildung kleiner Blutgefäße bzw. im weiteren Sinn die Versorgung eines Gewebes mit Gefäßen und Blutkapillaren.


NBI-Technologie bei der Koloskopie:

Eine Koloskopie (Darmspiegelung) dient der Untersuchung des Dickdarmes und meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarmes. Man hat festgestellt, dass die endoskopische Echtzeitdiagnose kolorektaler Polypen – also von Geschwulste, die den Bereich des Dick- bzw. Mastdarms betreffen - mit NBI sehr präzise ist. Die Unterscheidung zwischen einem hyperplastischen Polypen und einem adenomatösen Polypen gelingt dabei sehr gut.

Hyperplastisch bedeutet vereinfacht gesagt "übermäßig gewachsen" bzw. "gewuchert".
Bei adenomatösen Polypen (Adenomen) handelt es sich um eine Neoplasie. Das ist neu gebildetes Gewebe, also ein Tumor. Dies muss nicht automatisch bösartig sein. Jedoch entarten solche Adenome und gelten damit als Vorläufer von Dickdarmkrebs. Über 90 Prozent dieser Kolonkarzinome entwickeln sich aus dieser Darmpolypen-Form. Je mehr Adenome sich im Dickdarm befinden und je größer sie sind, desto höher ist auch das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Der Endoskopiker stützt sich auf die Klassifikation von NICE und unterscheidet drei Typen:

• Hyperplastischer Polyp: Das ist der meist verbreitete Polypentyp. Im Allgemeinen sind hyperplastische Polypen klein - weniger als 0,6 cm im Durchmesser - und stellen kein Gesundheitsrisiko dar. Wenn sie allerdings größer als 1,3 cm im Durchmesser werden, sollten sie entfernt werden, um durch weitere Untersuchungen sicherzustellen, dass sie weder bösartig sind noch sich in einem Darmkrebsvorstadium befinden.
• Adenomatöser Polyp: Auch diese Art von Polyp ist weit verbreitet und kommt mit zunehmendem Alter häufiger vor. Bei mikroskopischer Betrachtung lassen sich 3 Arten von adenomatösen Polypen unterscheiden. Es sind dies die tubulären röhrenförmigen, villösen zottigen und tubulovillösen Adenome. Am häufigsten treten tubuläre Adenome auf. Sie sind generell kleiner als die weniger verbreiteten villösen Adenome. Von den oft größeren villösen Adenomen haben mehr als die Hälfte einen Durchmesser von 2,5 cm. Die tubulovillösen Adenome tragen sowohl charakteristische Eigenschaften der tubulären als auch der villösen Adenome.
Adenomatöse Polypen können bösartig werden. Dieses Potenzial nimmt normalerweise mit zunehmender Größe des Polypen zu. Auch vermehrt auftretende villöse Eigenschaften erhöhen das Risiko einer Darmkrebs Erkrankung.
• Entzündlicher Polyp: Dieser Typ wird auch Pseudopolyp genannt. Man nimmt an, dass er nach Verletzung und Entzündung der Darmschleimhaut entsteht, beispielsweise nach einer geschwürigen Colitis (Darmschleimhautentzündung). Polypen diesen Typs sind nicht sehr häufig und meist nicht so bedeutend für das Darmkrebs-Risiko wie die anderen Polypenarten.


NBI-Technologie bei der Gastroskopie:

Im Oesophagus (Speiseröhre) wird mit Hilfe der NBI-Technologie eine gezielte Biopsie bzw. Gewebeprobe aus der Schleimhaut entnommen, hauptsächlich zum Screening und Überwachung einer chronisch-entzündliche Veränderung, genannt „Barrett-Oesophagus“.   Die NBI-Technologie kann gegenüber der hochauflösenden Weißlichttechnologie eine erhöhte Erkennungsrate beim Plattenepithel-Karzinom liefern. Beim Plattenepithelkarzinom handelt es sich um einen malignen (bösartigen)Tumor, der Haut oder Schleimhaut.

 

 

 

 

 

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