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Diabetes am Anfang oft unentdeckt
- Dr. Harald Letterer
- Dr. Renato Heimann
Diabetes ist eine Wohlstandskrankheit, die zunimmt, weil viele Menschen immer bequemer und dicker werden. In Deutschland haben rund sechs Millionen Menschen die Stoffwechselstörung. Darunter auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Symptome gibt es kaum, die Folgen sind oft fatal.
Oft sind es Zufälle, die zur Diagnose einer Stoffwechselerkrankung führen. Denn krankhaft erhöhte Blutzucker- oder Blutfettwerte machen zumindest am Anfang meist keine spürbaren Beschwerden. Umso wichtiger ist es, sie rechtzeitig zu erkennen. Denn Volkskrankheiten wie Diabetes, eine Fettstoffwechselstörung mit zu hohen Cholesterinwerten oder hoher Blutdruck können dramatische Folgen haben, wie Nerven- und Nierenschäden, Erblindung,
Herzinfarkt oder Schlaganfall. Oft treten Stoffwechselerkrankungen und hoher Blutdruck sogar gleichzeitig auf.
Ein hoher Zuckerkonsum muss kein direkter Auslöser für Diabetes sein. Dennoch ist übermäßiges Naschen von Süßem und besonders der Genuss von zuckerhaltigen Getränken für die Entstehung von Diabetes Typ 2 ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor, denn dies führt zusätzlich oft zu Übergewicht. Und Übergewicht, vor allem das gefährliche Bauchfett bei Männern, gilt als Hauptursache für die genannten Erkrankungen.
Diabetes Typ 2 liegt vor, wenn der Blutzuckerspiegel konstant zu hoch ist, weil die Körperzellen unempfindlich gegen Insulin geworden sind und die Hormonproduktion der Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreicht. Dann kann der Zucker im Blut nicht mehr abgebaut werden, was langfristig die Adern schädigt und Krankheiten an Augen, Herz und Nieren verursacht. Beim weniger verbreiteten Typ-1-Diabetes bekämpft das Immunsystem die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, führt zu deren Absterben und vermindert so die Insulinproduktion.
„Dank guter Therapien und der Verbesserung der ambulanten und stationären Betreuung können Zuckerkranke nach entsprechender Anleitung ihre Erkrankung selbst managen und ein aktives, selbst bestimmtes Leben führen“, sagt Dr. med. Harald Letterer. Der Arzt für Diabetologie mit eigener Praxis in der 2. Etage der Capio Elbe Jeetzel Klinik in Dannenberg, hat sich auf die Behandlung von Zuckerkranken spezialisiert: „Ziel und Aufgabe sind die Behandlung, Beratung und Schulung von Menschen mit Diabetes und auch deren Angehörige sowie eine optimale Diabeteseinstellung“, so der Facharzt.
Die meisten Menschen denken bei der Behandlung der Zuckerkrankheit vor allem an Spritzen und Tabletten. Zumindest bei Typ-2-Diabetes ist jedoch die Basis jeder Therapie eine ganz andere: Regelmäßige Bewegung und ausgewogene Ernährung können helfen, Medikamente einzusparen.
Wichtig ist, dass die Bewegung Spaß macht und sich gut in den Alltag integrieren lässt. Hier einige Beispiele:
• Benutzen Sie die Treppe, anstatt auf den Aufzug zu warten.
• Gehen Sie kurze Strecken zu Fuß;
• Haus- oder Gartenarbeit bringen Bewegung: Fenster putzen, Rasen mähen, Unkraut
jäten, Staub saugen, Schneeschippen lassen sich ohne große Anstrengung erledigen.
• Verbinden Sie kleine Alltagsarbeiten (z.B. Müll wegbringen)
mit einem kleinen Spaziergang.
• Haben Sie Enkelkinder? Dann spielen Sie doch einmal Fußball oder Federball mit ihnen!
• In Sportgruppen, Lauftreffs und Selbsthilfegruppen macht gemeinsame Bewegung mehr
Spaß; Sie kommen mit anderen Menschen in Kontakt und können sich austauschen.
Die richtige Ernährung ist ein wesentlicher Baustein in der Therapie der Diabetes. In der Vergangenheit gab es sehr strenge Diätvorschriften für Zuckerkranke. Heute lässt sich die Ernährung bei Diabetes individueller gestalten, wobei Rücksicht auf Ernährungsgewohnheiten, körperliche Aktivität und persönliche Lebensumstände genommen wird.
Empfohlen wird eine kaloriengerechte Mischkost. Sie eignet sich für die gesamte Familie, sodass keine spezielle Diabetiker-Kost mehr zubereitet werden muss. Im Idealfall ist das Essen abwechslungsreich, schmackhaft und trägt trotzdem dazu bei, die Blutzuckerwerte normal einzustellen.
