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Dr. med. Wolf Frisch
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Knochendichtemessungen: Osteoporose ist gut behandelbar
Osteoporose ist die Knochenkrankheit Nummer 1. „Dabei kennen wir inzwischen die Risikofaktoren sehr genau, besitzen eine einfache Diagnostik, ein effektives Präventionsprogramm und auch wirksame und exzellent verträgliche Medikamente. Das Problem der Osteoporose sollte man aktiv angehen: In Deutschland leiden etwa 7 Millionen Patienten an Osteoporose – Tendenz steigend, trotz dieser gesellschaftlichen Bedeutung ist die Volkskrankheit Osteoporose leider immer noch unterschätzt, unterdiagnostiziert und vor allem untertherapiert: Gerade mal 15–20 Prozent der Patienten werden heutzutage in Europa leitliniengerecht behandelt.
Was ist eine Osteoporose?
Bei der Osteoporose handelt es sich um eine Systemerkrankung des gesamten Skeletts mit Verminderung der Knochenmasse und Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes. So kommt es zu entsprechend reduzierter Festigkeit, Schmerzen und einer deutlich erhöhten Frakturneigung. Es drohen zudem Knochenbrüche an Unterarmen, Hüfte und insbesondere an der Wirbelsäule.
Dass Frauen doppelt so häufig von der Osteoporose betroffen sind wie Männer ist relativ bekannt. Dass es gesichert diagnostiziert europaweit fast eine halbe Million Menschen mit teilweise mehrfachen Wirbelkörper-Kompressionsfrakturen (WKF) gibt, der häufigsten und leider wirklich bedrohlichen Folge der fortgeschrittenen Osteoporose, wissen wenige. Die Sterblichkeit ist signifikant erhöht und die Dunkelziffer sehr hoch. Eine milde Wirbelkörperfraktur ist zudem im Röntgenbild nicht leicht zu diagnostizieren, auch das Beschwerdebild kann anfänglich recht mild sein. Irgendwann fällt lediglich auf, dass ein Patient, oft unter jahrelang wechselnden Schmerzen, einfach „nur deutlich kleiner“ geworden ist.
Wann muss eine Wirbelkörperfraktur operiert werden?
In bestimmten Konstellationen kann als operative Maßnahme eine aufrichtende Ballon-Kyphoplastie die richtige und effektive Antwort sein, um direkt Schmerzfreiheit, Verbesserung der Statik und Tragachse, umgehende Wiederherstellung der Mobilität und insgesamt eine deutliche Senkung des Risikos für weitere Wirbelkörperfrakturen zu erzielen. Kyphoplastien gehören zur Routine im klinischen Alltag an der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik.
Ist die Osteoporose konservativ behandelbar?
Die Osteoporose ist kein unabwendbares Schicksal. Jede Wirbelkörper-Kompressionsfraktur mindert die Lebensqualität und die Lebenserwartung. Darum ist es wichtig, sich frühzeitig behandeln zu lassen und präventiv tätig zu werden.
Wer soll zur Knochendichtemessung gehen?
Da der Knochenabbau im Alter generell überwiegt, profitieren Frauen über 50 Jahren und Männer über 60 Jahren von einem Knochendichte-Screening. Darüber hinaus ist die regelmäßige Messung allen Personen mit Risikofaktoren zu empfehlen, unabhängig vom Alter. Hierzu gehören z. B. Frauen, bei denen früh die Menopause einsetzt hat oder eine positive Familienanamnese mit Osteoporose vorliegt. Auch, wenn eine unklare Abnahme der Körpergröße im Alter vorliegt, unklare Rückenschmerzen bestehen, häufig Frakturen oder Gelenkerkrankungen mit Bewegungseinschränkungen bestehen, sollte eine tiefere Abklärung erfolgen.
Was kann man vorsorglich tun, um eine Osteoporose zu vermeiden?
Zum Erhalt eines gesunden Knochens sollte man für kalziumreiche Kost sorgen, eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr (1000 IE Vitamin D täglich!) sicher stellen, auf das „Kreuz“ und auf regelmäßige Bewegung achten, das Rauchen einstellen und Fröhlichkeit und Aktivität bewahren.
Die konsequente Vorbeugung bedarf einer funktionierenden Zusammenarbeit von Hausärzten, Orthopäden, Internisten und Zentren, die diese DXA-Messungen durchführen.

