Ihr Ansprechpartner

Dr. med. Naja Abou-Rjeili
Chefarzt Innere Medizin
Gastroenterologie
Tel. 05861 83-2201

Veranstaltungstipp

Am Samstag, 17. November 2012, von 10 Uhr bis ca. 11.30 Uhr, veranstaltet die Selbsthilfegruppe Unser Darm zusammen mit den beiden Chefärzten der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik, Dr. med. Naja Abou-Rjeili und Dr. med. Gilbert Mugomba, sowie dem Dannenberger Onkologen Dr. med. Winfried Kayser einen offenen Gesprächskreis zum Thema Darmerkrankungen in der Capio Elbe-Jetzel-Klinik. Der Eintritt ist frei.

Darmkrebs: Männer früher betroffen als Frauen

Männer haben im Vergleich zu Frauen nicht nur ein höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, bei ihnen werden im Schnitt bereits 10 Jahre früher gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut (Adenome) festgestellt, die zu bösartigen Tumoren entarten können. Aber, Darmkrebs kann man vorbeugen. Frühzeitig entdeckt, kann die Erkrankung in den meisten Fällen verhindert bzw. geheilt werden.

Polypen und Tumore im Darm wachsen langsam im Laufe vieler Jahre. Tückisch daran ist, dass in dieser Zeit keine Beschwerden bemerkbar sind. Beschwerden treten beim Darmkrebs oft erst auf, wenn er bereits weit fortgeschritten und häufig nicht mehr heilbar ist. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, ist er zu über 90 Prozent heilbar. Aus diesem Grund werden  Untersuchungen zur Darmkrebsfrüherkennung empfohlen.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen bieten im Rahmen der Krebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr Vorsorge-/ Früherkennungsuntersuchungen für Darmkrebs an: Dazu gehören der Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest). Mit dem regelmässigen Okkultbluttest können ca. 25-30% der Darmpolypen und frühen Darmkrebsstadien gefunden werden. Hat ein Okkultbluttest einmal ein positives Ergebnis gebracht, muss auf jeden Fall (!) zur genauen Abklärung der Ursachen eine Darmspiegelung durchgeführt werden. 

Seit dem Oktober 2002 gehört die Darmspiegelung in Deutschland zur gesetzlichen Darmkrebsvorsorge ab dem Alter von 56. Bei Menschen in diesem Alter werden die Kosten einer Vorsorge-Darmspiegelung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Die wichtigste und sicherste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Mit ihr lassen sich selbst kleine Darmpolypen und Tumore mit sehr hoher Sicherheit aufspüren und meist schmerzlos entfernen bzw. behandeln“, sagt Dr. med. Naja Abou-Rjeili, Chefarzt der Gastroenterologie der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik, der diese Darmspiegelungen regelmäßig durchführt.

Werden bei der Darmspiegelung keine Polypen (Adenome) oder bösartige Veränderungen gefunden, muss die Darmspiegelung in der Regel erst nach 10 Jahren wiederholt werden. Der jährliche Stuhltest auf verstecktes Blut zusammen mit einer Vorsorge-Darmspiegelung alle 10 Jahre verringert das Darmkrebsrisiko um bis zu 90%.

Menschen mit einem familiären Darmkrebsrisiko sollen dagegen bereits im jüngeren Alter zur Darmspiegelung gehen; hierzu gibt es spezielle Vorsorgeprogramme. Alle Familien, in denen Fälle von Darmkrebs oder Darmpolypen bekannt sind, haben prinzipiell ein erhöhtes Risiko.

Neuere Studien haben gezeigt, dass bei Männern bereits im Alter zwischen 45 und 49 Jahren Adenome des Dickdarms nachgewiesen werden konnten. Bei Frauen traten diese Krebsvorstufen erst zwischen 55 und 59 Jahren auf. Beschwerden wie Müdigkeit, krampfartige Leibschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten und Gewichtsverlust oder gar sichtbares Blut im Stuhl können Alarmsignale einer Krebserkrankung sein.

Wo kann man es machen - wer bezahlt es?

Die einfachen Methoden wie Darmaustastung und Stuhltest werden meist vom Hausarzt, Gynäkologen oder Urologen im Rahmen des Krebsfrüherkennungsprogramms durchgeführt.
Für eine Darmspiegelung ist es hingegen wichtig, dass man sich an einen erfahrenen Magen-Darm-Spezialisten (Gastroenterologen) wendet. Die Darmspiegelung kann in einer gastroenterologischen Praxis oder ambulant in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Die Routine und Erfahrung des Arztes sowie die Qualität der Untersuchungsinstrumente haben dabei Einfluss auf den Erfolg der Untersuchung. 

 

 

 

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