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Matthias Franke
Chefarzt Anästhesiologie / Intensivmedizin
Tel. 05861 83-2400

Akute und chronische Schmerzen

In der Behandlung von Schmerzen unterscheidet man akute und chronische Zustände. Ein akuter Schmerz ist eine Warnfunktion bei plötzlichen krankhaften Veränderungen des Körpers, z. B. Brüchen, Herzinfarkt, Gallenkoliken.

Die Behandlung des akuten Schmerzes:

Die Behandlung des akuten Schmerzes zielt auf die Beseitigung seiner Ursache: So ist ein normal verheilter Armbruch nicht mehr schmerzhaft.

Mit einem Krankenhausaufenthalt und anstehenden Operationen verbindet fast jeder Patient Angstgefühle. Als Hauptgrund dafür werden fast immer die Schmerzen nach dem Eingriff angegeben. Schmerzen stellen darüber hinaus ein Risiko für Komplikationen nach einer Operation dar.

Operierte Patienten kommen in der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg in den Genuss einer modernen Schmerzbehandlung: „Ziel ist es, unseren Patienten eine bestmögliche Schmerzfreiheit zu ermöglichen“, sagt Matthias Franke, Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Weniger Schmerzen nach einer OP und während der stationären Behandlung verringern nachweislich auch das Risiko, Komplikationen zu erleiden (z. B. Lungenentzündung, Thrombose und Lungenembolie). Da schon während der Narkosen gut verträgliche Medikamente eingesetzt werden, können die Patienten häufig unmittelbar nach der Operation Schmerzmedikamente in Form von Tabletten und Tropfen einnehmen, und es entfallen schmerzhafte Spritzen und Infusionen.

Die Schmerztherapie mit Tabletten und Tropfen erfolgt grundsätzlich nach allen Operationen mit geringen bis mäßigen postoperativen Wundschmerzen. Patienten mit größeren viszeralchirurgischen Operationen (z.B.  Darm- und Mageneingriffen) werden nach dem Eingriff mit einem Katheter versorgt, der eine exzellente Wundschmerztherapie ermöglicht und darüberhinaus die Wundheilung, die schnelle Normalisierung der Verdauungsfunktion und die zügige Mobilisation  nach solchen Operationen unterstützt.

Im Bereich der traumatologischen und gelenkchirurgischen Eingriffe werden ebenfalls Katheter zur Wundschmerzbehandlung eingesetzt. Dabei werden in den ersten  Tagen nach der Operation, in denen üblicherweise relativ starke Wund- und Knochenschmerzen zu erwarten sein können, sehr gut verträgliche Lokalanästhetika in regelmäßigen Intervallen apliziert, um die Schmerzweiterleitung zu blockieren. Für die Patienten bedeutet die konsquente Linderung des Schmerzes, dass sie sich frühzeitig auf Mobilisation und Krankengymnastik konzentrieren können.

„Wenn aus medizinischen Gründen eine Schmerztherapie über Katheter nicht möglich ist, setzten wir alternativ bei stärkeren Wundschmerzen die sog. PCA ( Patienen-Controllierte-Analgesie) ein, bei der Patienten sich selbst eine kontrollierte Dosis Schmerzmittel mithilfe einer kleinen elektronischen Pumpe über eine Veneninfusion zuführen können, ohne vorher auf eine Pflegekraft warten zu müssen. Verzögerungen der Schmerzmitteltherapie durch Wartezeiten entfallen so“, sagt Chefarzt Franke, der sich u. a. auf die Schmerztherapie spezialisiert hat.

Die Erfahrungen mit modernen Schmerztherapiekonzepten in der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik bestätigen die Ergebnisse der internationalen Schmerzforschung des letzten Jahrzehnts, dass Krankenhauspatienten besonders nach größeren Operationen durch eine gute Schmerztherapie schneller und erfolgreicher mobilisierbar sind, die Fähigkeit normaler Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme früher erreicht wird und darüberhinaus das Risiko für schwerwiegende Komplikationen im Behandlungsverlauf signifikant gesenkt wird.


Die Behandlung des chronischen Schmerzes:

Hier hat der Schmerz seine Warnfunktion verloren. Da die Schmerzen über einen längeren Zeitraum (mind. 3-12 Monate) bestehen.
Als Beispiele seien chronische Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, z. B. Migräne, oder auch der Phantomschmerz nach Amputationen genannt.

Die frühere Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzzuständen ging irrtümlicherweise von einer rein körperbezogenen Behandlung aus. Es wurde nach krankhaften Veränderungen gesucht, um diese gezielt zu therapieren. Häufig stellte man jedoch fest, dass trotz der Beseitigung der krankhaften Zustände die Schmerzen immer noch vorhanden waren - ja manchmal sogar noch stärker wurden.

Die Behandlung chronischer Schmerzen ist durch die einseitige Behandlung nur mit Analgetika in der Regel nicht erfolgreich. In der modernen Medizin hat sich ein multikausales Behandlungskonzept durchgesetzt, bei dem der Schmerztherapeut im Verbund mit anderen Fachdisziplinen (z. B. Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Orthopäden) ein gemeinsames Behandlungskonzept erarbeitet wird.

Patienten mit chronischen Schmerzen können in der Schmerzambulanz der Capio Elbe- Jeetzel-Klinik durch Überweisung des Hausarztes behandelt werden. 

 

 

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