Ihr Ansprechpartner

Dr. med. Michael Keitel
Chefarzt Innere Medizin
Kardiologie
Tel. 05861 83-2101
Modernste Technik: Das kleinste EKG der Welt
An der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg wurde einer Patientin erstmals das kleinste EKG der Welt eingesetzt. Das verblüffend kleine Gerät überwacht die Herztätigkeit und zeichnet sie kontinuierlich auf. „Eine solche Überwachung ist angezeigt, wenn bei einem Patienten der Verdacht auf Herzrhythmusstörungen besteht, selbst wenn diese nur in unregelmäßigen Abständen auftreten. Aber auch zur Beobachtung bei Symptomen wie Schwindelgefühl, Ohnmachtsanfall, Herzstolpern oder Brustschmerzen wird das Gerät eingesetzt, da solche Beschwerden auf Herzrhythmusstörungen hindeuten können.“, erklärt Chefarzt Dr. Michael Keitel.
Das kleine Wunderwerk der Technik ist kaum größer als drei Streichhölzer und wiegt gerade mal etwas über zwei Gramm. Der Winzling an „Event-Rekorder“, wie es in der Fachsprache heißt, kann dem Patienten ganz einfach auf der linken Seite des Brustkorbes unter örtlicher Betäubung direkt unter die Haut appliziert werden. Der dabei notwendige Schnitt misst weniger als einen Zentimeter. Chefarzt Dr. Keitel führt den kleinen Eingriff an der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik innerhalb von nur wenigen Minuten durch. Das Gerät kann danach drei Jahre lang zuverlässig Rhythmusstörungen in den Vorhöfen und in den Herzkammern aufzeichnen. Diese Daten werden einmal pro Nacht mittels Modem an den behandelnden Arzt gesendet, der im Bedarfsfalle bei Auffälligkeiten Kontakt mit den Patienten aufnehmen kann. Bei plötzlich auftretendem Unwohlsein kann der Patient sogar selbst aktuelle Daten an den Arzt absenden.
Außerdem eignet sich das Mini-EKG zur Nachsorge bzw. Therapiekontrolle nach einer vorangegangenen Behandlung von Vorhofflimmern sowie zur Abklärung unklarer Ursachen bei Schlaganfällen, die häufig durch ein Vorhofflimmern ausgelöst werden. Unter den Herzrhythmusstörungen ist ein Vorhofflimmern eine der häufigsten Störungen, die unerkannt die Gefahr bergen, dass sich Blutgerinnsel in den Vorhöfen bilden, welche mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen, dort ein Blutgefäß verschließen und so einen Schlaganfall verursachen können.
Mit dem Mini-EKG kann man heute solchen Gefahren gut begegnen, ohne einen großen operativen Eingriff vornehmen zu müssen.

