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Sonntag, 18. März 2012

Besenreiser: Lästiges Übel schöner Beine oder mehr?

Dr. med. Gilbert Mugomba, Chefarzt Venenzentrum Elbtalaue

Besenreiser finden sich bei gut 60 Prozent aller Frauen und Männer zwischen 20 und 29 Jahren und sind keineswegs nur ein Problem älterer Frauen. Diese kleinsten Adern in der Haut sind mit Blut gefüllt und daher durch die Haut als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue Äderchen oder rötliche Flecken sichtbar. Sie treten gehäuft an den Beinen auf und verursachen in der Regel keine Beschwerden.

„Sie können aber auch als erstes Anzeichen einer beginnenden Venenerkrankung auftreten, und das sollte von einem Venenspezialisten abgeklärt werden“, sagt Dr. med. Gilbert Mugomba, Chefarzt im Venenzentrum Elbtalaue der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg.

Der Gefäßspezialist bietet dazu regelmäßig eine Venensprechstunde an, Tel. 05861-83202.

Die erbliche Veranlagung ist die Hauptursache für  Besenreiser. Hinzu kommen weitere Faktoren, die die Entstehung begünstigen können: Sonnenbäder, Sauna, Übergewicht, übermäßige Beinbelastung wie einseitiges Stehen, langes Sitzen, Einnahme von Hormonen oder Hormonschwankungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft.

„Wer vorbeugen möchte, sollte sich viel bewegen. Besonders geeignet sind zum Beispiel Walking, Schwimmen oder Radfahren - also alles, was die Blutzirkulation anregt. Bei stärkerer Belastung, wie langem Sitzen oder Stehen, ggf. einen Stützstrumpf oder einen leichten Kompressionsstrumpf tragen“, empfiehlt Dr. Mugomba.

Eine Therapie richtet sich nach dem Ausmaß und der Beschaffenheit der Hautäderchen. Am häufigsten wird die Verödungstherapie eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine Behandlung, die ambulant durchgeführt wird und im Durchschnitt nur etwa 20 Minuten dauert. Da die Behandlung nur die oberste Hautschicht betrifft, spürt der Patient nur kleine Einstiche in der Haut. 

 

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