Was tun bei einem Zeckenbiss?

23.04.2018

Vorsicht, Zecken! Bleiben Sie möglichst auf festen Wegen und meiden Sie Unterholzund hohes Gras

Dannenberg. Werden draußen die Temperaturen wärmer, kommt die Zecken-Zeit. Oft bleibt ihr Biss aber unerkannt und der Übeltäter ungesehen. Und so tritt eine Borreliose-Erkrankung manchmal später auf. Dr. Name und Krankenhaus erklärt, wie diese diagnostiziert und behandelt werden kann.

Borreliose (Lyme-Erkrankung) hat viele Facetten, vom wandernden „roten Hof“ über Kopf-, Muskel- bis hin zu Rückenschmerzen. Auch Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen sind keine Seltenheit. Bei den letztgenannten Fällen spricht man von einer Neuroborreliose. Bei einer Meningitis (Hirnhautentzündung) kann es neben Kopfschmerzen zur Nackensteifigkeit und zu hohem Fieber kommen.

„Nach dem Biss einer infizierten Zecke können die ersten Anzeichen einer Borreliose schon nach kurzer Zeit oder aber erst nach Wochen oder Monaten auftreten. Das macht es für Betroffene schwierig, die Symptome auf diesen einen Biss zurück zu führen“, erklärt Nursel Akay, Oberärztin der Inneren Medizin an der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik. Ob tatsächlich eine Borreliose oder Neuroborreliose vorliegen, wird in der Klinik ermittelt. Häufig schafft eine Blut- oder Liquoruntersuchung Klarheit. „Im Fall eines positiven Befundes kann hier auch gleich eine zielgerichtete Therapie begonnen werden“, so die Oberärztin weiter.
Wird die Borreliose rechtzeitig erkannt, schafft meist eine Antibiotika-Therapie Abhilfe. Bei einer fortgeschrittenen Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks können jedoch Schäden zurück bleiben. Soweit muss es nicht kommen. Frau Akay  rät, im Zweifelsfall sofort einen Arzt aufzusuchen, um mögliche Folgeschäden zu vermeiden.

Was tun bei einem Zeckenbiss?
Nach jedem Spaziergang sollte man sich und die Kleidung gründlich nach Zecken absuchen. Entdeckt man eine Zecke, sollte man sie mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange möglichst schnell entfernen:

• Die Zecke ganz nah am Kopf und nicht am vollgesogenen Körper packen.
• Die Zecke mit gleichmäßigem Zug gerade herausziehen.
• Desinfektion mit einem Desinfektionsmittel.
• Darauf achten, dass die Zecke nicht gequetscht wird.
• Die Zecke niemals mit Öl, Klebstoff oder gar Nagellack bedecken.
In der Regel werden Borrelien nach 16-24 Stunden übertragen, wird die Zecke schnell entfernt, ist das Übertragungsrisiko der Erreger gering.