Einführung der elektronischen Fieberkurve für mehr Patientensicherheit

14.09.2018

Künftig mehr Patientensicherheit und weniger Papier: Die elektronische Fieberkurve

Am 17. Oktober ist Tag der Patientensicherheit. Die Capio Elbe-Jeetzel-Klinik hat zunächst zwei große Ziele in Hinblick auf die Digitalisierung: Die zeitsparende digitale Patientenakte etablieren und gleichzeitig auf möglichst viel Papier verzichten. Schon seit dem Jahr 2000 werden alle klinischen Informationen mit dem Krankenhaus-Informationssystem ORBIS verwaltet, das seit der Einführung stetig weiterentwickelt und ausgebaut wurde.

Auf dem Weg zur digitalen Patientenakte ist die elektronische Fieberkurve ein wichtiger Meilenstein. Um sie erfolgreich auf den Stationen zu etablieren, werden die Daten direkt elektronisch erfasst. Sie stehen somit auf allen Rechnern der Stationen sofort nach Eintragung für die Ärzte und Pflegekräfte zur Verfügung.
Um den Verlauf der Vitalzeichen (Temperatur, Blutdruck, Puls usw.) aufzuzeichnen, wurde in der Vergangenheit ein papierbasierter Ordner pro Patient mit einer so genannten Fieberkurve angelegt. In diesem Ordner wurden auch alle Informationen zu Medikamenten, Verordnungen und Verlegungen handschriftlich notiert.

Mit der elektronischen Fieberkurve gibt es künftig die Möglichkeit, auf diesen Verlauf jederzeit und örtlich ungebunden zuzugreifen. Praktisch bedeutet das, dass zum Beispiel ein Krankenpfleger den Blutdruck des Patienten eintragen kann, während gleichzeitig der Arzt für denselben Patienten eine Anordnung trifft. Die direkte Dateneingabe erleichtert die Arbeit der Mitarbeiter. Wichtige Vorteile sind:

- Bessere Lesbarkeit der Daten
- Übertragungsfehler im Interesse der Patientensicherheit werden vermieden und
- Zeiteinsparung bei der Dokumentation und somit
- mehr Zeit für wesentliche Arbeitsaufgaben wie die Pflege, Zuwendung und Kommunikation mit den Patienten

„Die elektronische Fieberkurve wird immens bei der Papierreduktion in der Klinik helfen“, betont Achim Schütz, Verwaltungsdirektor der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik. „Die digitale Erfassung macht unsere pflegerischen und medizinischen Leistungen transparenter und nachvollziehbarer. Wir können somit besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen und unser Leistungsangebot im Hinblick auf die jeweiligen Anforderungen optimal ausrichten. Eine zeitnahe, lesbare und nachvollziehbare Dokumentation ist im Hinblick auf die Patientensicherheit von hoher Bedeutung.“

Die Einführung der elektronischen Fieberkurve ist ein längerer Prozess, in welchen ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften und IT-Spezialisten eingebunden ist. Die Mitarbeiter aller betreffenden Bereiche wurden intensiv vor Ort geschult. Die Umstellung erfolgt sukzessive ab dem 24.09. bis zum Ende des Jahres 2018, wird aber jetzt schon von allen Beteiligten als großen Fortschritt gesehen und somit positiv bewertet.