So kommen Herzpatienten gut durch den Winter

22.11.2018

Leichte Bewegung im Freien ist gut.

Dannenberg. Kälte bedeutet für das Herz mehr Arbeit, weile niedrige Temperaturen  die Herzgefäße verengen. Aber Herzpatienten können einiges für ihre Gesundheit tun, und sich bei Kälte schützen.
Fest steht: Die kalte Jahresszeit ist für das Herz oft eine Zusatzbelastung. Niedrige Temperaturen verengen die Blutgefäße, der Blutdruck steigt, und das Herz muss das Blut mit erhöhter Kraft durch die Adern pumpen. Das bedeutet Dauerstress für Herzmuskel und Gefäßwände. „Darum sollten Herzpatienten in der kälteren Jahreszeit Blutdruck und Puls stets kontrollieren“, sagt Dr. med. Michael Keitel, chefarzt der Inneren Medizin / Kardiologie an der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik.
Zudem rät der Facharzt: Schneeschippen oder das Auto freischaufeln, können für ein krankes Herz zu einem Risiko werden. Auch Winterurlaub in extremer Höhe mit geringerem Sauerstoffgehalt belastet den Herzmuskel. Leichte Bewegung im Freien schön warm angezogen ist gut, denn Infektionen oder eine Grippe können für vorbelastete Patienten gefährlich werden. Erkältungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern von einem Arzt abgeklärt werden. Denn Virusinfekte können Ursache für ein Vorhofflimmern sein, eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Unbehandeltes Vorhofflimmern erhöht das Risiko für Schlaganfälle und Herzschwäche.
Dr. Keitel: „Darum ist es wichtig, achtsam mit sich sein, aber aktiv zu bleiben. Das bedeutet für Herzpatienten, dass sie auch im Winter – in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt – regelmäßig an der frischen Luft in leichter Bewegung sein sollten, vielleicht mit einem Schal vor dem Mund, um die kalte Luft etwas aufzuwärmen.“ Auch Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung können Winterwanderungen unternehmen oder Skifahren. Dazu sollte jeder besonders sonnige Tage nutzen, denn das macht zudem „glücklich“.
Und Betroffene sollten in der vorweihnachtlichen Zeit trotz Weihnachtsgans und Plätzchenteller auf ihre Ernährung achten und die Salzzufuhr etwas reduzieren, da Salz ebenfalls den Blutdruck steigern kann.