So endet die Silvesterparty nicht im Krankenhaus

14.12.2018

Vorsicht in der Silvesteracht!

Dannenberg, 27.12.2018. Feuerwerk gehört zu Silvester wie Sekt und gute Vorsätze. Doch aus Spaß und Freude kann schnell Ernst werden, wenn Alkohol und Leichtsinn mit im Spiel sind. Die kritische Phase für die Notaufnahmen ist der Zeitraum zwischen Mitternacht und 8 Uhr am Neujahrsmorgen. Verbrennungen, Knalltraumata, Augenverletzungen und Platzwunden durch herabstürzende Raketenteile gehören zu den häufigsten Verletzungen. 

Werden die Augen verletzt, z. B. durch Funkenflug oder Splitter, muss sofort ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Dann zählt jede Minute. Dasselbe gilt für das Gehör: Ein Trommelfellriss, ein Knalltrauma, ein Tinnitus oder Hörsturz können durch Böller ausgelöst werden. Zum Feuerwerk sollten sich Kinder und Erwachsene mit Ohrstöpseln oder Ohrenschützern wappnen.

Auch bei Verbrennungen an Händen und Gesicht verringert rasches Handeln Folgeschäden. So sollte man die 20-20-Regel beachten: Brandwunden mit 20° C warmem Wasser 20 Minuten lang kühlen. Und ganz wichtig: „Lassen Sie die Finger von Hausmitteln, und geben Sie niemals Mehl, Zahnpasta, Öl etc. auf Wunden“, warnt der Mediziner. Eingebrannte Kleidung darf nicht von der Haut abgerissen und  Brandblasen nicht selbst geöffnet werden. Verbrannte Körperpartien sollten mit einem sauberen Tuch aus dem Verbandskasten abgedeckt werden.

„Jede Brandverletzung sollte umgehend ärztlich begutachtet werden. Und bei schweren Verletzungen unbedingt die Notrufnummer 112 wählen“. Damit die Silvesterparty erfolgreich ablaufen kann, sollten folgende Tipps zum Umgang mit Feuerwerksartikeln beachtet werden:

• Verwenden Sie ausschließlich geprüfte Feuerwerkskörper mit behördlicher Zulassung
• Zielen Sie niemals mit Raketen und Böllern auf Menschen
• Entfernen Sie sich schnell nachdem Sie einen Feuerwerkskörper entzündet haben
• Kleine Kinder und alkoholisierte Personen sollten keine Feuerwerkskörper entzünden
• Lassen Sie Blindgänger am Boden liegen, bis sie vollständig ausgekühlt sind, und zünden Sie diese nicht erneut an. Das gilt auch für gefundene Feuerswerksartikel in den ersten Januartagen.

Im Notfall erreichen Sie den Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112.
Dann sind folgende Informationen wichtig:

1.       Wo ist der Unfallort?
2.       Was ist passiert?
3.       Wie viele Verletzte gibt es?
4.       Welche Verletzungen liegen vor?
5.       Warten Sie auf Rückfragen!