Krampfadern? Vene bleibt bei der Radiowellentherapie erhalten. Das macht schneller mobil

02.05.2019

Dr. Gilbert Mugomba, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Für die Behandlung von Krampfadern gibt es an der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik die moderne Radiowellen-Therapie. Dieses Verfahren kann bei einem bestimmten Personenkreis als Alternative zum traditionellen chirurgischen Eingriff angewendet werden. Was ist anders? Die erkrankte Stammvene wird nicht entfernt, sondern nur eine kleine Punktion über dem Knie oder am Fußknöchel durchgeführt, um den Katheter einzuführen und die Vene zu verschweißen. Sie bleibt im Körper.
Und so funktioniert es:

1. Der Eingriff verläuft, wenn nicht eine Vollnarkose gewünscht wird, in örtlicher Betäubung, der so genannten Tumeszenz-Lokalanästhesie.
2. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden.
3. Unter Ultraschallkontrolle wird ein Radiowellenkatheter in die Stammvene eingeführt und erwärmt.
4. Innerhalb weniger Minuten kann die Vene über die abgegebene Wärmeenergie verschlossen werden.
5. Im Anschluss werden oberflächliche Seitenäste minichirurgisch entfernt.
6. Das Bein wird für einen Tag mit einem Kompressionsverband versorgt.
7. Eine Ultraschallkontrolle erfolgt am Tag nach dem Eingriff.
8. Der Patient trägt im Anschluss etwa 10 – 14 Tage einen Kom-pressionsstrumpf.

Befunde, bei denen die Radiowellentherapie grundsätzlich in Betracht kommt: Stammvenenerkrankungen bei jungen Patienten, Rückfalloperationen, nicht zu ausgeprägte Venenleiden und Patienten, die eine Stripping-Operation ablehnen.

Die Radiowellentherapie bietet Vorteile, insbesondere Verbrennungs-komplikationen, wie bei der Lasertherapie mit deutlich höheren Temperaturen, sind bei der Radiowellentechnik deutlich seltener“, sagt Chefarzt Dr. med. Gilbert Mugomba. Studien konnten zudem zeigen, dass postoperative Schmerzen, Blutergüsse, Venenentzündungen und Nervenmissempfindungen ebenfalls weniger häufig auftreten.

 

Venen-Sprechstunde
Jeden Dienstag findet ab 12 Uhr nach vorheriger Anmeldung eine Venen-Sprechstunde statt.

Hierfür ist nur der Überweisungsschein erforderlich.
Anmeldungen über Frau Lachmann,
Tel. 05861 83-2201.