Vortrag über künstliche Gelenke von Hüfte, Knie und Schultergelenk in Neu Kaliß

17.05.2019

Dr. Norbert Messerschmit, Ärztlicher Direktor der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik und Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und wiederherstellungschirurgie

Neu Kaliß. Der Vortragssaal der Volkssolidarität war gut gefüllt, nur wenige Plätze blieben frei, als Dr. Norbert Messerschmidt , Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie an der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik, am gestrigen Mittwoch über den Einsatz von künstlichen Gelenken referierte.

Thomas Heldberg, stellvertretender Verwaltungsdirektor, stammt aus der Region. Er begann mit einem Klinikportrait bezüglich Leistungsangebot  und Ausstattung der Klinik sowie mit Zahlen über die Höhe de derzeitigen stationären und ambulanten Behandlungsfälle.
 
Zunächst ging es um die künstliche Hüfte, die Dr. Messerschmidt als „erfolgreichstes“ endoprothetisches Gelenk beschrieb: „Ein künstliches Hüftgelenk kann mittlerweile 30 Jahre, ein Kniegelenk immerhin etwa 15 Jahre  halten.“  Aber die Endoprothetik spiele nicht nur bei den Hüft- und Kniegelenken eine große Rolle, sondern mittlerweile könne man auch Schultern gut endoprothetisch behandeln. Komplizierter seien Ellenbogen- und Springgelenksprothesen einzusetzen. Aber die Entwicklung gehe ständig weiter.

Arthrose (Knorpelschwund) könne bereits in jungen Jahren beginnen und nicht nur ältere Menschen seien betroffen. Andererseits verschiebe sich die Altersgrenze bei Patienten deutlich nach oben: Nicht selten seien Patienten bei einer Hüft-Operation bereits älter als 90 Jahre.
Bewegung sei wichtig. Sie diene der Linderung bei Arthrose-Schmerz und dem Erhalt der Muskulatur, die eine wichtige Stützfunktion habe. Insbesondere schonende Bewegungsformen, wie beispielsweise bei der Wassergymnastik seien ratsam. Nach dem Motto „wer rastet, der rostet.“

Im Verlauf des Vortrags gab es Antworten auf die verschiedensten Fragestellungen:

- wie gut können Salben und andere Hausmittel helfen?
- was können Magnetfeld- und Schmerztherapien bei Arthrose ausrichten ?
- wann bzw. bei wem kommt eine Operation in Frage,
- welche Vor- und Nachteile bzw. Risiken gilt es zu bedenken?