Capio Elbe-Jeetzel-Klinik: Mehr Hilfe für Unfallpatienten

Zuhörer beim 1. Dannenberger Notfallsymposium

v.l. Miriam Sharoni, Dr. Robert Bethke, Matthias Franke , Dr. Michael Stachow, Dr. Frank Herbstreich, Doris Vetter

 „Wir werden uns als lokales Traumazentrum zertifizieren lassen und als Bindeglied zwischen Unfallort und Spezialklinik agieren. Damit kann die Capio Elbe-Jeetzel-Klinik künftig alle schwerverletzten Patienten annehmen, versorgen, weiterbehandeln oder in eine Spezialklinik verlegen.“ Eine wichtige Nachricht, die Dr. med. Boris von Engelhardt, Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik, den rund 60 Gästen beim 1. Dannenberger Notfallsymposium mitteilen konnte.

Im Plenum saßen Fachleute - darunter Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst, dem ehrenamtlichen Bereitschaftsdienst des DRK, der Polizei und Feuerwehr, Landkreisvertreter des Rettungsdienstes, niedergelassene Ärzte und Kollegen aus der Klinik, die allesamt mit der lebensrettenden medizinischen Versorgung von Menschen fast täglich zu tun haben. So ernst die Arbeit der Lebensretter ist, so interessant, teilweise humorvoll gestalteten die Verantwortlichen das 1. Notfallsymposium:

Nach der Begrüßung durch Chefarzt Dr. von Engelhardt übernahm  Dr. med. Michael Stachow das Mikrofon zum Thema Polytrauma: „Manchmal entscheiden Minuten über die langfristige Gesundheitsprognose eines Schwerstverletzten, z. B. bei einer Schädelhirnblutung kann eine sofortige Druckentlastung durch ein kleines Loch in den Schädelknochen erforderlich sein. Dies kann von jedem erfahrenen Unfallchirurgen durchgeführt werden.“

Dr. med. Frank Herbstreit, Oberarzt Universitätsklinikum Essen, Leitender Notarzt Stadt Essen, berichtete über die Besonderheiten bei Kindesnotfällen: „Das Einsatzstichwort „Kindernotfall“ löst oft Nervosität aus. Hier fehlt es an der Routine, da Kindernotfälle nur ca. 2-5 Prozent der Einsätze ausmachen. Kleine Kinder sind während der Untersuchung am besten im Arm der Mutter aufgehoben, während der Fahrt gehören sie unbedingt in ein geeignetes Kinderrückhaltesystem. Die Medikamentendosierung ist bei Kindern anders als bei Erwachsenen.“ Hier gibt es speziell entwickelte Dosierhilfen, mittlerweile aber auch Smartphone Apps zur Unterstützung.

Als ehemaliger Bundeswehrnotarzt in Afghanistan berichtete Dr. med. Robert Bethke,
Niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg aus Lüneburg, aus einem Krisengebiet, in dem er teilweise unter Lebensgefahr Schusswunden, Minenopfern und Verbrennungen versorgt hat. „Im direkten Vergleich wird einem vor Augen geführt, wie gut die medizinische Notfallversorgung in Deutschland ist.“

Matthias Franke, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin, stellte den Fachleuten den modernen Schockraum der Klinik vor, der nach modernstem Standard ausgerüstet ist. „Wir können so eine professionelle Erstversorgung leisten und auch sofort chirurgische Eingriffe vornehmen“, so der Chefarzt. „Unser Dank gilt den beiden Organisatoren, Dr. von Engelhardt und Dr. Stachow. Es wird ganz sicher eine Fortsetzung geben“, so Geschäftsführer Dr. Andreas Krusch, nach der interessanten und lebhaften Diskussion.

Miriam Sharoni (Sopran) und Doris Vetter (Klavier) sorgten für die anspruchsvolle musikalische Begleitung des Abends.

 

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